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Wasser, Luft, Erde und Feuer als Lehrer, als Werkzeug und als Teil des kreativen Schaffens

Wasser, Luft, Erde und Feuer, deren ureigene Qualitäten mit unseren Sinnen so wunderbar wahrgenommen werden können, erlangen durch die Verinnerlichung des Medizinrades zusätzliches Potential als Lehrer und Werkzeug der Wahrnehmung meiner selbst und meiner Umwelt. Indem ich den Kontakt zu dem jeweiligen Element suche, kann ich in tiefere Schichten der zugeordneten Aspekte meiner selbst gelangen. So wie ich nahe eines plätschernden Baches in meine Gefühle eintauchen oder bei einer Wanderung in luftigen Höhen mentale Klarheit erlangen kann.

Wasser, Luft, Erde und Feuer sind allerdings nicht nur in der Lage, uns in einen intensiveren Kontakt zu den archetypischen Qualitäten auf den verschiedenen Seinsebenen zu führen. Auch bieten sie eine wunderbare Brücke um die analogen Aspekte anderer Ebenen in unser kreatives Schaffen einfließen zu lassen. Sodass Lehm und Ton nicht nur Mutter Erde und die Welt der Mineralien in sich tragen, sondern der Prozess des Knetens eine Auseinandersetzung mit Hingabe, Transformation und Weiblichkeit anregt. Wo beim Eintauchen des Pinsels die sich im Wasserglas sinnlich ausbreitenden subtilen Farbgewebe Gefühle aus der Kindheit wecken, die sich dann in allen Farben, fließend, kindlich, phantasievoll auf dem weißen Blatt ausdrücken. Wo die Flammen beim rituellen Verbrennen einer Holzskulptur den Künstler zu höheren Ebenen seiner Spiritualität oder Sexualität geleiten können.