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Wie ein Haus Gefühle vermittelt

Versteckt in einem Tal südlich von Yátor, befindet sich das Valle de Sensaciones, ein Wunderwerk voller Kunst, Erfindungen und hinreißende ökologische Bauten. Ursprünglich wollte das Projekt ein Kulturzentrum und ein 'künstlerisches nachhaltiges Paradies' aufbauen. Es ist weder ein Ökodorf noch eine Ökogemeinschaft und es gibt wenige dauerhafte Bewohner. Achim, der Gründer, bietet eine große Vielfalt an Kursen und praktischen Workshops über naturnahes Bauen und anderen Themen an, für welche die Teilnehmer von weit her anreisen. Es ist eigentlich ein Experimentierfeld, wo Wissen geteilt wird und neue Bereiche praktisch erprobt werden.

Die gemeinschaftlichen Räume sowie Tische und Stühle

Bei der Ankunft fällt die Ästhetik und Kreativität aller Bauten und Objekte ins Auge. Eine Vielfalt an bewundernswerten Holzskulpturen, ein mit feinen Mosaiken verzierter Solarkocher tront majestetisch neben Stühlen und Tischen die aus feinen Ästen gewoben sind. Auch findet sich eine Metallkonstruktion mit einer pedalbetriebenen Waschmaschine.

Im gemeinschaftlichen Bereich

Der Schwerpunkt auf Ästhetik ist auch bei den etwa Duzend weiteren Gebäuden offensichtlich. In der Küche, ein großes achteckiges Lehmhaus, mit Mandaladach sind mehrere der Fenster sowie die Türe aus organisch gewachsenem Olivenholz hergestellt und recyclete Scheiben wurden den Formen der Natur angepasst. Wirkliche Kunstwerke. Farbige Mosaike bedecken die Wände der Küchenecke und Äste wurden als Griffe der Schranktüren verbaut. Überall wurde der Lehm genutzt um Rundungen und Ablageflächen zu schaffen. Zwei Seiten des Oktagon sind mit Sperrholz hergestellt, welches im Sommer entfernt wird. Das Dach, weit vorstehend zum Schutz der Lehmwände, ist mit Teerpappe abgedichtet.

Baumhäuser

Hoch oben im Olivenbaum hat ein geodätisches Dom-Baumhaus Blick auf die Küche. Die Struktur aus Holzleisten ist mit Kork abgedichtet und die Fenster schauen in den Baum und darüber hinaus. Ein sehr friedlicher Platz. Woanders ist ein weiteres Baumhaus - Casa 3 alamos - mit Wänden durchwegs aus alten Türen. Sie sind mit der Bodenplatte und dem Dach nur durch wenige an beiden Enden verschraubten Führungen verbunden. So wurde ein hängendes Gebäude geschaffen, welches sich in sich Bewegen kann, so wie der Baum es tut. Diese Baumhäuser, sind allerdings nicht als Langzeit Schlafräume gedacht - "zu heiß angesichts des Klimas hier".r Lehmwände, ist mit Teerpappe abgedichtet.

Gebäude und Skulpturen aus Lehm

Da sind die Lehmgebäude besser, wie ein bequemer Schlafraum und der erdbedeckte Lagerraum, die aus Lehm des Platzes gebaut wurden. (So gut in seiner Qualität, dass kein Sand beigefügt werden muss). Diese wurden dem Klima angepasst. Lehm wurde nicht nur benutzt, da es ein frei verfügbares Material ist, sondern auch da es (mit Wänden der angemessenen Stärke) tagsüber kühl und nachts warm hält. Die Hitze des Tages wandert über den Tag durch die Wand wo sie nachts ankommt. Lehm ist auch leicht zu formen sodass er die Kreativität einlädt, ein natürliches nicht kontaminierendes Material, und sehr resistent wenn er einmal trocken ist. Der Bauprozess ist aber langwierig - wobei jede Lage trocknen muss bevor das Gewicht von mehr Lehm aufgebracht werden kann, es aber auch nicht zu trocken sein darf damit sich die Lagen verbinden. Es wird am Besten gemeinschaftlich ausgeführt, da es so Zeit- und Arbeitsintensiv ist.

The toilets

Thus the buildings here are an inspiring mixture of local materials, nature-inspired aesthetics and low-cost. Only a few hundred euros were spent (on each building) on materials which cannot otherwise be found on site or reclaimed from others´waste. Labour costs could be significant however and it is clear that volunteers are expected to work diligently.
The main problem encountered by those on site has been planning. Most people I talked to described planning law and its enforcement as a myriad of greys. The only thing you can be certain of is that nothing is for certain and thus it is never clear what is legal and what is not. It all depends who you talk to and everything can change of there is a change of local bureaucrat. El valle de sensaciones have been embroiled in this system for 8 years and seem only to have encountered delays and denouncements (official reports of wrong doing which can result in a fine, court case of destruction order, but are often minor affairs). The effect of Spanish law being so undefined is that it is both costly (financially and in time) to [img7]get permission and the uncertainty of the outcome effectively discourages trying to be legal. Such vagueness can be both an opportunity and a hindrance to creative eco-building. It is hard to know if it is any better that the often rather black and white and potentially stifling British planning system where there tend to be no greys at all.

The most important thing I took away from my brief visit to el valle de sensaciones, however, was that it is worth thinking carefully about the aesthetics of a building – not just in design, or volume, but in colours and textures too. That how a house makes us feel is perhaps one of the most crucial criteria when judging the success of a building.

They are also experimenting with caves on-site – intending on improving the traditional cave house of the region by using glass and passive solar gain to raise the average temperature of the dwellings which otherwise tends to be at the lower end of the comfort zone at 16 C. These are an interesting attempt to meld the traditional with the ecological. Just as the local cortijo (small rural houses from stone and wood) are often very dark inside and thus could be easily eco-modified without loosing their tradition or charm. Finally, the toilet. Readers might begin to assume that I am obsessed by compost toilets – but really I am simply inspired when effort is put into to make such a functional space one of beauty. At el valle de sensaciones the toilet and shower block are a vision of creativity – tall and slender hemp concrete blocks with curved roofs and entire external walls of mosaics, they are quite unlike anything I have ever seen before.

About

Ein Artikel über die Bauwerke des Valle de Sensaciones von Jenny Pickerill, Professor in menschlicher Geographie and der Sheffield Universität (GB). Ihre Forschung widmet sich der sozialen Wirkung von naturnahem Bauen sowie ökologischen Technologien.
Lese mehr über die Arbeit von Jenny Pickerill.